Jojo, dass isch jo tüpisch Maa, immer über eus arme Aargauer flueche, aber ah Fasnacht chömmets denn gern zu Eus übere. Am Schränzerball in Sins isch d'Luz met de Tanja immer gern gange. So au ah dem gwüse Obig im Februar '99. Grad ehmol eis Zwetschge hämmer trunke, als so ehn komische Maa mit ere no komischerer Perüge ko isch. Er het Tanja scho kännt, und het Hoi gseit. Ich has denn ned chönne unterloh, ihn ahszünde, wäge sinere Perüge. Cool het ehr nüd de gliche to, und het eus ehn Rundi Zwätschge bstellt. Mer hend dänn Ahgstosse, und wo ich min Name Gseit ha, seit er de denkwürdig Satz:
Ah, Luz heissisch du, gnau wie mis Lieblingskafi, nämli Chrüter Luz...(!!!!)

Nach emene wili Zwätschge simer dänn uf Wodka umgstiege, und wo Musig ahfoh spiele het, benech plötzlich met ihm uf de Tanzflächi gsi. Er het mir welle s,Tanze bibringe. Mer händ de ganz Obig mitenand tanzet, und am Schluss hanis Tanze im Griff gha, und zwüsched eus hets gfunket.
Da mer dozumol noh kei Natel gha händ, hämer Eus ganz altmodisch Adresse ustuschet.

Ihm März benech - Tanja sei Dank - ihn go bsueche ah de Musigbar ahm Chränzli z'Obfälde. Er het eine uf cool to, und mer z'verstoh gehe, das ich ihm z'jung be (damals 17, er 23-zgi!)

Nach stundelange diskutiere met de Tanja, und öppe 3 Telefon be ihm deheime, wo immer Mama Edith abgnoh het, hämmer dass Thema Dominik ah d'Akte gleit.

Wie dass so isch, isch ame ihm Summer das berühmt berüchtige Auwerdorffäscht im wunderschöne Aargau, bessser gseit im Freiamt. Natürli händ Tanja und ich dass ned dörfe verpasse, und frohes Mutes, au well ich Abschlussprüfig bestande ha, simmer am Samschtigobig loszottlet. Es isch ned lang gange, da benich ihm Dominik über de Wäg glofe. Im Raclettestübli simmer dänn ehs Wyli go trinke, und ehs het feins Raclette au geh. Mer händs uh luschtig gha, aber de Domi het mer z'verstoh geh, dass es us eus zwöi nüd ka geh, wellich ihm eifach noh z'jung be.

2 Akt. Auwerdorffäscht: Der Sonntag
Am Sunntig obig isch ame immer ehs Konzert gsi im Fäschtzält. Natürli benech au dete gsi. Natürli au de Dominik, aber ich benem schön usem Wäg gange. Plötzlich stoht eine hinter mer, nimmt meh ih Arm, und ich ha d'Welt nümme verstande. Wieso kunnt de jetzt zu mer, wenn ich ihm jo eh s'jung be??? Er het mer ehn Kuss geh, und gseit, kumm, mer probiereds eifach ehmol.

Set 9 johr probiered mer, und mer händ scho mängs dörfe erläbe. Händ viel erlebt, viel zämme duregmacht, viel gfreuts, viel trurigs. Aber eis isch immer noh glich, metemene
f eine Kafi Chrüter, Zwätschge, Williams oder Quitte gseht die Wält amme immer viel schöner us...


Studio LUZ - Dominik Meister - 22.07.2008 - info@luz.ch